Rosenhof OS
Date: 
26.09.2019
Beginn: 
20:00h
Einlass: 
19:00h
About Monsters s/t
Das Debütalbum „ABOUT MONSTERS“ erscheint 27.09.2019
Nach der Umbenennung der Band „NotMade“ in „About Monsters“ darf man zu Recht gespannt sein, was sich im Hause der Osnabrücker Band musikalisch getan hat. Die Band feiert den Release
Ihres Debütalbums am 26.09.19 im Rosenhof in Osnabrück.
 
Als Support haben hat die Band alte Bekannte als Support eingeladen: Fenster auf Kipp - bekannt durch Songs wie „Rapunzel“ und „Gespenster“ werden About Monsters an diesen Abend unterstützen.
Veränderung ist das Gesetz des Lebens. Veränderung ist das Resultat allen Lernens. Und Veränderung bedeutet immer, einen Schritt vorwärts, einen Schritt weiter zu gehen. Denn nur so bleibt man den Monstern auch diesen einen Schritt voraus.
Vor ihnen Wegrennen kann man sowieso nicht ...
Und manchmal ist die Veränderung so groß, dass ein altes Image, ein alter Sound und ein alter Name nicht mehr passen, zu eng werden und abgestreift werden müssen wie eine zu enge Haut. Wenn dann noch ein Wechsel im Line-Up dazu kommt, wird es Zeit, diese Veränderung zu umarmen. Denn die About Monsters gab es schon, bevor sie sich so nannten – doch jetzt haben sie sich selbst gefunden.
In einer Welt, in der Imagine Dragons als Rockband gelten und sowieso alle paar Tage ein Schlaumeier meint, dass Rock nun endgültig tot sei, beweisen diese fünf Freunde das Gegenteil. Sie zeigen wie Alternative Rock neu geboren und gedacht wird. Es geht bei ihnen dabei nicht um Karriere, es geht auch nicht um Eitelkeiten, um Follower und nicht um mögliche Deals. Es geht um die Musik, die Band, die Fans. Punkt. Aus.
Die About Monsters sind Florian Brunemann an der Lead Gitarre, Madeleine „Maddy“ Wiebe singt, Sönke Heuer sitzt an den Drums, Torben Heuer spielt den Bass und Alexander Tepe die Gitarre und obwohl sie noch jung sind – alle gerade mal Mitte 20 – sind sie keine naiven Anfänger. „2010 haben Maddy, Sönke und ich angefangen Musik zu machen“, erinnert sich Torben. Bis 2014 waren sie – wie er selbst sagt – eine Schülerrockband, die jedoch nie stillstand. Was vielleicht auch an ihrer Heimat Osnabrück liegt. „Wir haben eine gute, lebendige Musikszene, die sich aber sehr auf Metal fokussiert – oder Deutschrock. Das ist die Mode.“ Und für diese Mode interessierten sie sich so gar nicht, sondern für ihr eigenes Ding. Doch durch die Dynamik bei sich zu Hause und ihren eigenen Ambitionen entstand Reibung – und so kann sich Kreativität entzünden.
Nach dem Verlust ihres ersten Gitarristen und einer Pause, startete die erste echte Bandformation mit Neuzugang Florian. „Schon damals, obwohl wir so jung waren, hatten wir viele Auftritte – auch kleine Festivalauftritte. Wir nahmen die ersten Lieder im Studio auf. Wir spielten vor 50, vor 100 und dann vor 200 Leuten. Wir haben schnell viel erreicht“, beschreibt Torben die zweite Phase ihres Werdegangs. Doch erst als sie nach ihrer ersten EP beschlossen, den Fokus auf den Gesang zu legen, begannen die entscheidenden Veränderungen
Zusammen entwickeln sie aus den Ideen jedes einzelnen das Grundgerüst ihres Sounds in der guten alten authentischen Probenraumsituation, eine Bande Kreativer, ihre Instrumente und die Freiheit sich nach ihrer Lust auszuleben. Und wie ernst es ihnen ist, beweist schon, dass auch sie für ihre Band eine Gbr gegründet haben, sogar obwohl alle fünf nebenher noch arbeiten oder studieren. Trotzdem proben sie mindestens zwei Mal die Woche und treten auf, wo immer sie können. Alle Aufgaben wurden untereinander aufgeteilt – die Finanzen, das Booking, die Technik. Torben dazu: „Das ist uns wichtig, damit wir alles kontrollieren und auch, weil wir dann alles einfach abhaken können.“ Die letzte große Veränderung war, dass Maddy derweil ihr Instrument beiseitelegte: „Ich habe festgestellt, dass ich eine richtige Frontfrau sein will. Und das konnte ich nicht, wenn ich an den Mikroständer gebunden war und die Gitarre umgeschnallt hatte.“ Und die dadurch entstandene Lücke schloss Alex, der damit das Line-Up komplett machte.
Die Arbeit an ihrem selbstbetitelten Debüt begann Anfang 2017 und seit Herbst 2017 begleitete sie dabei Produzent Arne Neurand vom Horus Studio Hannover, wo sie dann auch im Frühjahr 2018 innerhalb von vier Wochen aufgenommen haben. Auf dem Weg dahin haben „wir ganz viel gejammt. Denn jeder hat eine ganz persönliche Geschmacksrichtung und so kann sie das vermischen und verbinden.“ Doch eines war immer klar und stand nie zur Debatte: „Natürlich versuchen wir möglichst viele Leute zu erreichen – natürlich! Aber das ist nicht der Fokus. Der liegt darauf, live und auf unserer Platte uns selbst authentisch darzustellen. Wir haben uns entschieden, dass zu machen, worauf wir Lust haben“, fasst Torben ihr Mantra zusammen.
Und worauf sie Lust haben ist die klassischen Elemente des Rock mit modernen Konzepten zu verknüpfen. Sie nehmen ihre Vorlieben und stellen daraus einen eigenen Stil zusammen, der auf klare, wuchtige Gitarren und auf einem makellosen, mächtigen Rhythmus basiert. Diese Lieder treiben den Hörer vor sich her und es gibt kein Entkommen. Darüber Maddys Stimme, die sich weigert mit irgendeiner Frontfrau verglichen zu werden, sie klingt oft fast androgyn. Immer ist sie dabei ganz dicht bei Dir und doch nie zu fassen. Das erschafft eine eindringliche Stärke – About Monsters kreieren einen Sound, der dem Hörer fast das Adrenalin ausgehen lässt, so viel Kraft wird übertragen. Es ballert, „in your face“, aber nie prollig, sondern subtil und fein gestaltet. Sie sind keine Schrammler, sie sind Handwerker. Und wo manche Rockmusiker dazu tendieren, zu poppig zu werden, haben About Mosters einfach große Melodien, die trotz ihrer Eingängigkeit ohne Brimborium rocken. „Wir haben darauf geachtet, dass von allem was wir geil finden, etwas auf der Platte zu hören ist“, beschreibt Maddy ihren Weg. In Songs wie „Lemon“ und „No Air“ zum Beispiel hört man Punk und Echos von Pop-Punk, der sich aber nie anbiedert. Da ist die Härte und Konsequenz von Metal und ebenso das Introspektive des Post-Punk und Emotional Hardcore. Man kann in ihrer Musik die Subways ebenso wie Billy Talent fühlen, Riff um Riff lösen sie gute Erinnerungen wach, und doch sind diese zu sehr zu einem eigenen Stil verwachsen als das die Referenzen eine Rolle spielen. Und sie selbst sagen es ganz einfach und wie es ist: „Wir spielen Alternative Rock Music!“
Wo ihre Einflüsse liegen, erkennt man auch daran, dass die Songs auf Englisch sind – man reflektiert und spiegelt nun einmal immer seine Vorbilder. Diese Texte kommen dabei ausschließlich von Frontfrau Maddy: „Ich schreibe sie aus dem Bauch heraus. Ich verarbeite meine persönlichen Ängste und alle Dinge, die mich beschäftigen. Ich verpacke es aber so, dass ein großer
Interpretationsspielraum bleibt und sich jeder damit identifizieren kann.“ Oft waren es die Riffs und die anderen musikalischen Puzzleteile eines neuen Liedes, die ihr die Inspiration gaben und ihre Ideen schärften. „Ich verbinde sehr viel mit dem Album. Es ist ein Tagebuch“, betont Maddy. „Ich habe eine krasse Phase in meinem Leben damit überwunden und das alles in etwas Schönes verwandelt.“ Es war eine Phase voller Selbstzweifel gewesen, ausgelöst unter anderem durch eine Trennung und auch durch Stürme in der Familie. Überall kamen Monster zum Vorschein. „Um nicht komplett in Depression zu verfallen, habe ich diese Dinge in Texte gepackt. Das hat geholfen. Und wenn man genau lauscht, kann man das alles hören.“ Torben ergänzt: „All die Probleme, die sie aufarbeitete, die Geschichten, ihre inneren Dämonen, die fassen wir in unsere Musik. Es geht immer im die inneren Monster. Denn auch die äußeren Dinge, die sozialen Probleme, auch sie beginnen bei den inneren Dämonen anderer Menschen.“ So kam durch Maddys Texte übrigens auch der Name der Band zustande. Und auch das Cover drückt den Inhalt perfekt aus, denn wer dort ein Tagebuch sehen will, aus dem die verbannten Dämonen wieder in die Welt greifen, oder einen Roman, im dem die all die Monster in ein Narrativ gesperrt sind und jederzeit ausbrechen können, der liegt nicht falsch.
Doch trotz all dieser Tiefe ist schon die erste Single „Shadow“ ein eingängiger, einprägsamer Song der About Monsters perfekt vorstellt, auch wenn er in gewissem Sinn eine Ausnahme darstellt, da er nicht direkt aus Maddys Leben entstanden ist. „Es ist eine fiktive Geschichte“, sagt sie. Die Musik hat ihr das Bild eines oder einer Ex gegeben, die ihrer ehemaligen Liebe folgt, sie beharrlich aus den Schatten jagt und dabei selbst zu einem wird. Ein Stalker, der singt: „Your the leading role – welcome to my show“. Eine ganz besondere Art von Monster ...
 
Man vergisst übrigens nie, dass dieses Album, trotz seiner Themen und Härte aus Spaß und Freude entstanden ist, und dass gleichzeitig Ernsthaftigkeit und Können dahinterstecken. About Monsters werden damit nicht nur viele ihrer alten Fans mitnehmen und glücklich machen, sie werden viele neue gewinnen. Denn auch alle spüren: „Es ist unser Neuanfang! Ein neuer Name, die neue Band und das neue Album!“, wie Maddy voller Begeisterung wiederholt.
Das hier ist nur der erste, großartige Schritt für About Monsters. Die Veränderung geht weiter.
Wie könnte es auch anders sein?
 
 

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